Seit 1979 bringen wir in Biberach an der Riß – zwischen Stuttgart und dem Bodensee – Filmschaffende und Publikum zusammen. Fünf Tage lang wird die Stadt zum Treffpunkt für deutschsprachigen Film und zu einem Ort lebendiger Diskussion und echter Begegnung.
Wir zeigen ausschließlich deutschsprachige Produktionen in sechs Kategorien und zeichnen herausragende Arbeiten mit den begehrten Filmfest-Bibern aus. Neben Fachjurys vergeben auch eine Publikumsjury und eine Schüler:innenjury eigene Preise.
Als bewusstes Publikumsfestival stehen wir für Nähe. Bei uns endet der Film nicht mit dem Abspann. Filmschaffende treffen auf ein interessiertes, diskussionsfreudiges Publikum – im Kinosaal, bei Filmgesprächen, in offenen Gesprächsrunden oder im persönlichen Austausch darüber hinaus. Gespräche entstehen hier nicht zufällig, sondern aus Überzeugung.
Zur feierlichen Eröffnung und zur festlichen Preisverleihungsgala in der Stadthalle kommen Gäste, Filmschaffende und Publikum zusammen. Filmtalks und Networking-Formate schaffen Raum für neue Kontakte, vertiefende Gespräche und kreative Impulse.
Wir glauben an Film als Begegnung.
Und wir glauben daran, dass Filmkultur dort besonders lebendig ist, wo Menschen sich Zeit nehmen – für Geschichten, für Perspektiven und füreinander.
Foto: Joachim Gern
Douglas Wolfsperger ist in der deutschen Filmwelt fest verankert. Als erfolgreicher Regisseur von Spiel- und Dokumentarfilmen hat er sich über Jahre hinweg einen hervorragenden Ruf gesichert und wurde mehrfach u.a. auch bei den Biberacher Filmfestspielen gewürdigt. So erhielt er in den Jahren 2005, 2014 und 2018 den Biber-Preis für seine herausragenden Arbeiten.
Sein Film „Bellaria – So lange wir leben!“ (2002) erregte internationale Aufmerksamkeit und brachte ihm zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Filmpreis, den Ernst-Lubitsch-Preis sowie den „Gold Plaque for Best Documentary“ in Chicago. Auch sein Dokumentarfilm „Die Blutritter“ (2003), der bei den Internationalen Filmfestspielen in Locarno uraufgeführt wurde, gilt als Meisterwerk des dokumentarischen Kinos.
In den folgenden Jahren setzte Wolfsperger seine künstlerische Arbeit fort, unter anderem mit Filmen wie „Der lange Weg ans Licht“ (2006), „Der Entsorgte Vater“ (2009) und „Scala Adieu – von Windeln verweht“ (2018), der bei den 40. Biberacher Filmfestspielen mit dem Doku-Biber für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde.
Sein neuester Kino-Dokumentarfilm „Denn dieses Leben lebst nur Du“ feierte im Herbst 2025 seine Weltpremiere bei den Internationalen Hofer Filmtagen.
Derzeit arbeitet er wieder in seiner Lieblingsregion Oberschwaben / Bodensee an dem vom BKM und der MFG geförderten Kinoprojekt mit dem Arbeitstitel „Der Wald gehört uns“.
Douglas Wolfsperger, Vater von zwei Töchtern, lebt und arbeitet in Berlin-Charlottenburg und am Bodensee.
Die Biberacher Filmfestspiele vergeben jährlich acht Auszeichnungen.
Sechs Auszeichnungen werden in den Wettbewerbskategorien vergeben, zwei weitere Preise zeichnen Filme aus Sicht des Publikums und des filmbegeisterten Nachwuchses aus.
Alle Preise sind mit einem Preisgeld dotiert, das von engagierten Sponsor:innen gestiftet wird.
Wettbewerbskategorien
Spielfilm – dotiert mit 8.000 €
Debüt-Spielfilm – dotiert mit 3.000 €
Fernsehfilm – dotiert mit 3.000 €
Dokumentarfilm – dotiert mit 3.000 €
Mittellanger Film – dotiert mit 2.000 €
Kurzfilm – dotiert mit 2.000 €
Weiter Auszeichnungen
Schüler-Biber – dotiert mit 3.000 €
Publikums-Biber – dotiert mit 2.000 €
Die Preise werden im Rahmen der feierlichen Gala in der Stadthalle verliehen.
Die sechs Wettbewerbspreise werden von unabhängigen Fachjurys vergeben, die jährlich von der künstlerischen Leitung zusammengestellt werden. Die Fachjurys setzen sich aus renommierten Persönlichkeiten aus Film, Kultur und Medien zusammen.
Die Fachjurys der Biberacher Filmfestspiele werden jedes Jahr vom künstlerischen Leiter neu kuratiert. Sie setzen sich aus ausgewählten Branchenexpert:innen zusammen und sind jeweils einer bestimmten Wettbewerbskategorie zugeordnet. Mit ihrer fachlichen Perspektive und Erfahrung bewerten sie die Filme und verleihen die Preise der jeweiligen Kategorien.
Spielfilme
Debüt-Spielfilme
Fernsehfilme
Dokumentarfilme
Mittellange Filme und Kurzfilme
Eine Besonderheit der Biberacher Filmfestspiele ist die aktive Rolle des Publikums. Neben der offiziellen Jury vergeben auch eine Publikumsjury und eine Schülerjury eigene Preise. Hier entscheiden nicht Branchenexpert:innen, sondern Menschen, welche das typische Publikum widerspiegeln.
Die Jury setzt sich jährlich aus fünf Schüler:innen (ab 16 Jahren) aus dem Landkreis Biberach zusammen. Voraussetzung für die Bewerbung zur Schüler-Jury ist die Teilnahme an einem eintägigen Filmworkshop, der der Vorbereitung auf die Jurytätigkeit dient.
Bestehend aus fünf filmbegeisterten Personen aus dem Landkreis Biberach. Bewerbungen für die Publikums-Jury werden jährlich ab Spätsommer entgegen genommen.
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