DIE GEWINNER STEHEN FEST
Preisverleihung und Abschlussgala der Biberacher Filmfestspiele 2026
Herausragende Filme, hochkarätige Gäste und ein Publikum voller Begeisterung: Mit einer glanzvollen Abschlussgala in der Stadthalle Biberach sind am Sonntagabend die 48. Biberacher Filmfestspiele zu Ende gegangen. Die Preisverleihung bildete den festlichen Höhepunkt eines Festivals, das mit seiner künstlerischen Qualität, seiner Vielfalt und einem deutlich erweiterten Rahmenprogramm begeisterte.
Knapp 70 Filme stellten sich in diesem Jahr dem Urteil der Fach-, Publikums- und Jugendjury, die in acht Kategorien ihre Gewinner kürten. Das von dem künstlerischen Leiter Douglas Wolfsperger kuratierte Programm zeigte eindrucksvoll, wie facettenreich und kraftvoll deutschsprachiges Kino ist: Die Filme berührten, überraschten, regten zum Nachdenken an und sorgten für befreiendes Lachen. Persönliche Geschichten trafen auf große gesellschaftliche Fragen, neue filmische Handschriften auf die Werke etablierter Filmschaffender. Die hohe Qualität des Wettbewerbs machte die Auswahl der Preisträger:innen zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Noch bis zum Vorabend der Gala sichteten die Jurys Filme.
Eine besondere Würdigung erfuhr Adele Neuhauser, die im Rahmen der Preisverleihung mit dem Ehren-Biber ausgezeichnet wurde.
Die Preisträger der Biberacher Filmfestspiele 2026 sind:
- Goldener Biber: Zoey & Ben von Alexander Conrads. Für den besten Spielfilm, von der Stadt Biberach mit 8000 Euro dotiert
- Debüt-Biber: Lord von Caren Wuhrer. Vom Landkreis Biberach mit 3000 Euro dotiert.
- Doku-Biber: Die Heilung – Eine Geschichte vom Weitermachen von Marcus Richardt und Lillian Rosa. Von der Firma Liebherr mit 3000 Euro dotiert
- Fernseh-Biber: Der unsichtbare Zeuge von Alexander Dierbach. Vom Autohaus Rapp mit 3000 Euro dotiert
- Mittellange-Filme-Biber: Frutti di Mare von David Lapuch. Von der BKK VerbundPlus mit 3000 Euro dotiert.
- Kurzfilm-Biber: Dosenmutter von Alexander Peskador. Von der IHK-Ulm mit 2000 Euro dotiert
- Publikums-Biber: Der unsichtbare Zeuge von Alexander Dierbach. Von der Werbegemeinschaft Biberach mit 2000 Euro dotiert
- Jugend-Biber: Gropiusstadt – Supernova von Ben Voit. Von der Kreissparkasse Biberach dotiert mit 3000 Euro
Hochkarätige Gäste und Begegnungen auf Augenhöhe
Zahlreiche Filmschaffende bereicherten das Festival mit ihrer Anwesenheit und dem persönlichen Austausch über ihre Arbeit. Neben Adele Neuhauser waren unter anderem Maria Furtwängler, Julia Jentsch, Philipp Hochmair, Andreas Pietschmann, Helena Hufnagel, Felix Hassenfratz, Julia Koch, Bardo Böhlefeld, Rafael Stachowiak, Julius Feldmeier und Andreas Prochaska in Biberach zu Gast.
Gerade die Nähe zwischen Filmschaffenden und Publikum verlieh den Festivaltagen ihre besondere Energie. In Filmgesprächen, bei Veranstaltungen und in spontanen Begegnungen wurde diskutiert, nachgefragt und gemeinsam über das Gesehene nachgedacht. Die Verbindung aus familiärer Atmosphäre und professionellem Austausch machte Biberach erneut zu einem lebendigen Treffpunkt für die Filmbranche und alle, die Kino lieben.
Mehr Raum für Filmkultur und neue Perspektiven
Auch jenseits der Kinoleinwand setzte das Festival in diesem Jahr deutliche Akzente. Das umfangreichere Rahmenprogramm wurde sehr gut besucht und eröffnete zusätzliche Räume für Entdeckungen, Gespräche und Einblicke in die kreative Arbeit.
Zu den Angeboten gehörten eine gemeinsam mit der Hochschule realisierte Ausstellung sowie ein Talk zum Thema Drehbuch mit Cornelia Ackers und Roland Zag. Sebastian Selg und Roman Schneider gaben in einem Talk Einblicke in NEOSHIN. Ein Branchentalk mit Prof. Dr. Jörg Eisele widmete sich dem Spannungsfeld von Kunstfreiheit und Strafrecht. Eine Lesung zur Romanvorlage „Wenn das Licht gefriert“ und weitere Veranstaltungen ergänzten das vielseitige Programm.
Die 48. Biberacher Filmfestspiele haben eindrucksvoll gezeigt, was ein Filmfestival auszeichnet: anspruchsvolles Kino, Offenheit für neue Perspektiven und die Freude am gemeinsamen Filmerlebnis. Der Dank gilt allen Filmschaffenden, Gästen, Jurymitgliedern, Partnern, Förderern und Unterstützern sowie den zahlreichen Helfer:innen, die diese besonderen Festivaltage möglich gemacht haben. Die Begeisterung dieses Jahres gibt schon jetzt Schwung für die nächste Ausgabe.


